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Warum Sprinten besser ist als Joggen

Lesezeit 6 Minuten

Evolutionär ist der menschliche Körper fürs Stehen, Gehen, Laufen, Springen und Werfen ausgelegt, aber diesen simplen Bewegungen kommen wir heute kaum noch nach. Spätestens in der Schule sitzen wir stundenlang, Tag für Tag, auf unserem Hintern und trainieren nur noch unser Gehirn. Sportstunden nehmen immer weniger Raum in der Erziehung unserer Kinder ein und auch der Alltag des Berufstätigen ist durch extrem wenig Bewegung geprägt. Über 50 % der Erwachsenen in Deutschland sind mittlerweile übergewichtig und auch wenn Ernährung hier ein ganz wichtiger Baustein ist, zählt Bewegung mindestens als zweitwichtigster Faktor, wenn es um das Thema Gesundheit geht.

Sven Knipphals Ex-Sprinter VfL Wolfsburg
Sven Knipphals in typischer Sprintpose.

Nachhaltigkeit für deinen Bewegungsapparat

In meinem Praxisalltag als Chiropraktor sehe ich allerdings so viele Menschen, die fundamentale Bewegungsabläufe wie Ausfallschritte, Kniebeugen oder Klimmzüge nicht mehr beherrschen. Um verkümmerte Muskulatur effektiv (nur effizientes und effektives Training ist heutzutage flächendeckend in den Alltag integrierbar) zu trainieren, ist Krafttraining mit freien Gewichten eine sehr gute Möglichkeit, die allerdings wie jede Sportart auch ein paar Nachteile mit sich bringt. Denn Krafttrainingsübungen, wie z.B. Kniebeuge oder Kreuzheben, wirken vornehmlich der Erdanziehungskraft entgegen und wirken somit meist nur auf zwei Ebenen des Körpers. Vor allem die rotatorische Komponente ist schwer im Krafttraum zu reproduzieren. Das soll kein Plädoyer gegen das Krafttraining sein, sondern sensibilisieren, dass neben dem Krafttraining weiteres Training nötig ist, um nachhaltig seinen Bewegungsapparat zu trainieren.

Warum gerade Anfänger lieber Sprinten als Joggen sollten

Ein Jogger am Straßenrand.

Während sich Joggen und Sprinten in ihren Bewegungsabläufen zwar sehr ähneln, sind sie doch insbesondere von der Kraftentwicklung und der Kraftrichtung extrem unterschiedlich. Konkret arbeitet die Muskulatur der Beine beim Joggen idealerweise eher als eine Art Federmechanismus und folgt damit Schritt für Schritt dem „kontrollierten Fallen“. Sprich, der Oberkörper wird leicht nach vorn gelehnt und die Geschwindigkeit, die durch die ersten Schritte erreicht wurde, wird durch das Setzen der Füße unter den Körperschwerpunkt gehalten. Insbesondere bei Sportlern, die nicht besonders fit sind führt dies oft dazu, dass stark im Knie und der Hüfte nachgegeben wird. Spätestens wenn dann durch die lange Belastung eines Dauerlaufs auch eine hohes Maß an Ermüdung eintritt, wird der Band- und Stützapparat (zu) stark belastet.

Auf den ersten Blick denkt man jetzt, dass Sprinten diese Kräfte durch die Geschwindigkeit um ein Vieles übersteigt und dem ist auch so, aber praktischerweise nutzt der Körper beim Sprinten ein ganz anderes Energiesystem, dass deutlich früher ermüdet. Dadurch ist die Zeit in der der Sportler unter hoher muskulärer Ermüdung sprintet, in Relation zum Joggen deutlich geringer.

Des Weiteren fallen technische Fehler und körperliche Defizite beim Sprinten wesentlich stärker ins Gewicht als beim Joggen. Auch hier lohnt es sich zweimal hinzuschauen. Im ersten Moment denkt man, dies sollte das Verletzungsrisiko doch erhöhen, was auch korrekt ist, wenn man die Defizite nicht korrigiert. Doch wenn man schon früh beim Sprinten sieht, dass die Technik nicht hinhaut (was beim Sprinten deutlich auffälliger ist als beim Joggen), ist man eher dazu geneigt seine Defizite anzugehen.

Der dritte und vielleicht wichtigste Punkt ist, dass das Sprinten eine der wenigen Sportarten ist, die die Gesäßmuskulatur gezielt nutzt. Während fast alle Sportarten sehr Oberschenkel-Vorderseiten lastig sind (Quadriceps dominant), muss das Gesäß beim Sprinten aktiv genutzt werden, um den Sportler nach vorn zu beschleunigen. In Hinblick auf das aktuell allgemeine Problem der „glutealen Amnesie“, also der Tatsache, dass wir viel zu viel auf unserem Hintern sitzen, und nicht mehr wissen, wie wir unseren Hintern ansteuern sollen, ist Sprinten eine einfache und effektive Möglichkeit seinen Hintern zu reaktivieren.

Zu guter Letzt ist es auch aus Sicht des Stoffwechsels eine gute Idee andere Energiesysteme zu nutzen, um den Stoffwechsel aktiv zu halten. Jeder Reiz muss nach einer gewissen Zeit verändert werden. Laufen im gleichen Tempo, um dann „nur“ die Strecke zu verlängern, führt aus Sicht der Metabolik schnell zu einem ineffektiven Training. Wenn also das Ziel des Laufens ist „fit“ zu werden und nicht einen Marathon zu bestreiten, macht es einfach Sinn, sein Training in verschiedenen Intensitäten zu gestalten und da sind das Marathontempo und der Sprint zwei Extreme der gleichen Kurve.

Sprint Seminar in Leipzig

Seminarteilnehmer Sven Knipphals und Wolfgang Unsöld im YPSI Stuttgart zu Mach dich schneller
Seminarteilnehmer Sven Knipphals und Wolfgang Unsöld im YPSI Stuttgart zu Mach dich schneller

Wer mehr über das Thema Sprint erfahren möchte, kann sich zu meinem Seminar in Leipzig am 2./3.Mai 2019 in Leipzig zusammen mit Wolfgang Unsöld anmelden. Mehr Infos lesen.

YPSI Sprint & Power Seminar mit Wolfgang Unsöld in Leipzig

Seminarteilnehmer Sven Knipphals und Wolfgang Unsöld im YPSI Stuttgart zu Mach dich schneller

Im Rahmen des „Mach dich schneller“ Buchrelease von Wolfgang Unsöld und mir, fand im Herbst 2018 im YPSI einmalig ein eintägiges Seminar rund um das Thema Sprint statt. Aufgrund des positiven Feedbacks und einigen Nachfragen nach einem Praxisteil wird am 2. und 3. Mai 2019 eine neue, erweiterte Version des Seminars in Leipzig stattfinden. Dieses erweiterte Seminar umfasst 2 Tage sowie 2 Praxisteile im Krafttraum und auf der Bahn. Um einen noch tieferen Einblick in das Training für Sprint und Explosivkraft (engl. Power) zu geben.

Was ist das Ziel des Seminars?

Ziel dieses Seminars ist es einen tiefen Einblick in die Theorie und Praxis des Training eines Sprinters zu geben. Zudem erläutern wir was davon von Leistungs-, Hobby- und Breitensportlern in ihren Sport und ihr Training übernommen werden kann, soll und muss. Das übergeordnete Ziel: Schneller werden. Das Hauptziel des Seminars ist es jedoch zu vermitteln, dass auch Nicht-Sprinter, wie Hobby- und Leistungssportler, die Trainingsmethoden von Sprintern anwenden können, um schneller zu werden.

Ablauf des Seminars

Tag 1

10.00-12.30 – Sprint – Die Basics – Teil 1 (S. Knipphals)
– Die wichtigsten Basics um „schnell“ zu rennen
– Die größten Missverständis zu Speed und Schnelligkeit
– Sprinten für den Sprinter vs. Sprinten für den Athleten und Hobbysportler

12.30-13.30 – Mittagspause (in eigener Regie)

13.30-14.30 – Krafttraining für Sprinter (W. Unsöld)
– Krafttraining für Schnelligkeit im Sprint – wie wichtig ist es?
– Krafttraining für Schnelligkeit im Sprint – Struktur, Ablauf und Programmgestaltung

15.00-16.00 – Praxiseinheit auf der Bahn des OSP – Technik & Drills zur Optimierung des Start & der Beschleunigung (S. Knipphals)

16.00-17.00 – Praxiseinheit im Kraftraum des OSP – Krafttraining für Sprint & Power (W. Unsöld)
– Olympische Gewichtheberübungen – Progressionen & Regression zur Steigerung von Beschleunigung & Power
– inkl. Trainingseinheit speziell für Explosivkraft

17.00-18.00 – Periodisierung des Krafttraining für Sprint & Power (W. Unsöld)
– Wellenförmige & Block-Periodisierung des Explosivkrafttrainings
– Die Periodisierung der Trainingsparameter des Krafttraining für Sprint & Power

Tag 2

10.00-12.30 – Sprint – Die Basics – Teil 2 (S. Knipphals)
– Die Mechanik des Sprints
– Die wichtigsten Abläufe optimaler Sprint Technik
– Laufanalyse zur Optimierung der individuellen Sprint Technik

12.30-13.30 – Mittagspause (in eigener Regie)

13.30-14.30 – Biomechanische Analyse zur Optimierung von Sprint & Power (W. Unsöld)
– Die wichtigsten Mobilitäts-Tests zur Bestimmung der Readiness für Sprinttraining sowie deren Optimierung
– Die wichtigsten Stabilitäts-Tests zur Bestimmung der Readiness für Sprinttraining sowie deren Optimierung

15.00-16.00 – Praxiseinheit auf der Bahn des OSP – Optimierung von Sprint Technik (S. Knipphals)

Zielgruppe – Jeder, der eine tieferen Einblick in das Training eines Sprinters, sowie das Sprinttraining auf der Bahn, Sprungtraining und Krafttraining sowie Ernährung und Supplementierung für Sprinter, für Leistungs- sowie Hobbysportler erhalten möchte.

Wo und wie lange findet das Seminar statt?

Wann

Donnerstag, 2. Mai 2019 – 10:00 bis 18: Uhr
Freitag, 3. Mai 2019 – 10:00 bis 16:00 Uhr

Wo

Chiropractic Leipzig (im Gebäude „Thomasium“)
Käthe-Kohlwitz-Str. 16-18
04109 Leipzig

Der Praxisteil des Seminars findet hier, fussläufig von Chiropractic Leipzig entfernt, statt: Olympiastützpunkt Leipzig (OSP)
Leichtathletik Zentrum des SCDHFK
Am Sportforum 5
04105 Leipzig

Seminargebühr

Frühbucherpreis 399 Euro zzgl. 19% Mwst (bei einem Zahlungseingang bis 31. März 2019)
Regulärer Preis 499 Euro zzgl. 19% Mwst (bei einem Zahlungseingang ab dem 1. April 2019)

Inkl. detailliertem Handout und Zertifikat
Anmeldung via E-Mail direkt hier

Antworten auf die häufigsten Fragen zu YPSI Seminaren findest du hier.

Eine Absage und Rückerstattung ist nicht möglich. Der Übertrag auf eine andere Person ist jederzeit möglich.

Der Grund weshalb jeder zum Chiropraktor gehen sollte

Chiropraktor Sven Knipphals

Lesezeit 3 Minuten

Wir nehmen einfach mal an, dir geht es gut. Du treibst Sport, ernährst dich super und schläfst jede Nacht acht Stunden durch und wachst morgens vor deinem Wecker auf und kannst die Welt einreißen. Wenn das so ist bist du vermutlich der oder diejenige, die auf den Chiropraktor verzichten kann

In kurz: Weil Schmerz nur die Spitze des Eisbergs ist.

Für alle anderen gilt im Leben, dass du deine Gesundheit nur optimieren kannst, wenn du dich kontinuierlich qualitativ hochwertig bewegst. Der Körper ist also ein Bewegungsapparat und kein „8-Stunden-Mausklick-Apparat“. Und wenn sich Experten in einem einig sind, dann ist es, dass Bewegung immer einen überaus positiven Effekt auf die körperliche und seelische Gesundheit hat. Und genau hier kommt dein Chiropraktor ins Spiel, denn er ist dein Experte für die Funktion deines Bewegungsapparates. Der Chiropraktor kann deinen Körper so untersuchen und testen, dass er schnell weiß, ob alles ideal funktioniert oder ob es Einschränkungen gibt. Welche er dann auch in der Regel beheben oder dir Empfehlungen geben kann, wer dir besser helfen kann. Der Chiropraktor ist so ausgebildet, dass er differenzialdiagnostisch sicher sagen kann, ob du ein Fall für ihn bist oder doch lieber zum Facharzt gehen solltest.

Verletzungen fallen nicht vom Himmel

Es gibt eine optimale Funktion. Aus dieser heraus kann der Körper Leistung generieren. Denn bevor es anfängt zu schmerzen, verlieren Gelenke ihre Funktion, erst dann zwickt und zwackt es hier und da und erst dann setzt der Schmerz ein. Wer die Dysfunktion erkennt und behebt erspart sich also langfristig Ärger und dein Chiropraktor zeigt dir was funktioniert und was nicht. Er korrigiert Dysfunktionen in der Wirbelsäule, den Extremitäten und zum Teil sogar am Kopf und zeigt dir Übungen und Dehnungen um diese Dysfunktion langfristig zu verhindern

Sven Knipphals im Einsatz in bei Chiropractic Leipzig.

Wenn du also optimal funktionieren willst, mach dir einen Termin bei deinem Chiropraktor deines Vertrauens und lass dich überraschen wie detailliert du untersucht wirst.

Sven Knipphals in den Medien

In der Presse gibt es zahlreiche Berichte über meine sportliche Karriere. Vom Auftritt als Leichtathlet über das Gewinnen von Sponsoren bis hin zu festlichen Auftritten, wie den Ball des Sports.

Presseanfragen nimmt meine Agentur TalentEntdecker entgegen. In der Regel werden Anfragen innerhalb von 24 Stunden beantwortet und ich freue mich immer über Interesse von Funk, Fernsehen, Print und Online. Ich habe hier einige Beiträge seit 2013 ausgewählt. Viel Spaß beim Durchstöbern der Artikel.

Auf dieser Seite findest du eine Auswahl an Medienberichten, die über mich erschienen sind. Berichte in Wolfsburg sind u.a. erschienen in der Wolfsburger Allgemeine Zeitung, Wolfsburger Nachrichten, Druff!, InSport, FLOW WOLF und City-Magazin. Dazu überregionale Berichte in der Leipziger Volkszeitung, Stuttgarter Zeitung, Frankfurter Allgemeine Zeitung, RUNNING Laufmagazin, TAZ online und ZEIT online. Im Radio konntest du mich bisher hören auf Radio FFN, NDR2 und detector.fm.
An dieser Stelle ist auch nicht zu vergessen, dass ich auf der Website des Leichtathletikverbandes und im “dabei” Mitgliedermagazin meines Vereins VfL Wolfsburg des öfteren genannt werde.

Print & Online

Sven Knipphals in den Medien

In der Presse gibt es zahlreiche Berichte über meine sportliche Karriere. Vom Auftritt als Leichtathlet über das Gewinnen von Sponsoren bis hin zu festlichen Auftritten, wie den Ball des Sports. Hier ist eine kleine Auswahl.

Ein Mann, ein Ziel: Olympia

 Zitter-Vorlauf, starkes Finale

Knipphals zur WM: „Besser machen“

 Sprinter zu vermieten

Knipphals: Schnell genug für Peking?

10,07! So schnell war Knipphals noch nie

 Olympia-Quali für Knipphals & Co.

Mehr als geradeaus laufen

Haller hakt nach

Knipphals‘ Plan: Ein Jahr Profi

Mit der Crowd nach Rio

 Auf Sammeltour für Olympia

Homestory: Sven Knipphals

Homestory: Sven Knipphals

Ein Date mit Sven Knipphals: 480 €

Ulm, Zürich, Rio: neues Logo, alte Ziele

Team-EM-Titel für Knipphals

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August 2015

Sven Knipphals im Radio

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Sven Knipphals im Radio